Mein Wesen als Gott & Mensch... Jesus erklärt ❤️ Das Grosse Johannes Evangelium durch Jakob Lorber

3,999 views · Published 19 October 2017 · 9:56 · Indexed 22 September 2026

Channel: Liebesbriefe von Jesus - Loveletters from Jesus · 2017 · People & Blogs

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 6, Kapitel 90

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort
an Jakob Lorber

Jesus erklärt Sein Wesen als Gott und Mensch


Der Herr spricht:

1. Ich aber war mit etlichen Jüngern schon vor dem Aufgange auf den Füssen und ging ins Freie nach Meiner Sitte und hin an den Euphrat, der hier schon eine ansehnliche Breite hat. Wir standen aber gar nicht lange, als schon ein grosses Holzfloss in der Mitte des Stromes herabschwamm. In diesem Momente kam auch der Zöllner mit seinem Sohne Jorabe und mit dem Arzte uns nach, um uns zum Morgenmahle zu laden.

2. Es war aber auf dem Flosse kein Mensch, der es leitete; denn es war durch eine schlechte Befestigung am Ufer von selbst gehend geworden, und der Zöllner sagte: „Es ist jammerschade um das schöne Holz, das durch die Fahrlässigkeit seiner Besitzer herrenlos geworden ist! Wenn es nur so weit vom Ufer dahinschwämme, dass man seiner noch habhaft werden könnte, so könnte es sogar sich fügen, dass nach einigen Tagen der rechtmässige Besitzer nachkäme, und man könnte ihm dann das Holz gegen eine kleine Entschädigung zurückstellen. Aber also geht das ganze Floss dahin und natürlich verloren! Nun, vielleicht fangen es die Samosater auf!“

3. Sagte Ich, als das Floss uns gegenüber, auf dem Strome schwimmend, zu stehen kam: „Willst du das Holz?“

4. Sagte der Zöllner: „Allerdings möchte ich es, – aber wie es herausbekommen?“

5. Sagte Ich: „Sieh, ganz leicht! Wenn man ein Meister des Lebens ist, so müssen einem auch alle Elemente gehorchen, und so gebiete Ich dem Wasser, dass es das Holz an dieses Ufer zu uns herübertrage. Ich will es; es geschehe!“

6. Als Ich das ausgesprochen hatte, da floss das Wasser schnell zu uns herüber und stieg am Ufer um sieben Spannen hoch, setzte das ganze Holz samt dem Flosse völlig ans Land und floss darauf gleich wieder seiner natürlichen Richtung nach ab und weiter.

7. Darüber entsetzten sich die drei ordentlich, und der Arzt sagte zu Mir: „Freund, Du bist kein Mensch von unserem gewöhnlichen Schlage und von unserer Natur, sondern Du bist ein Gott! Dich hat kein Mann der Erde in einen Mutterleib hineingezeugt! Ich möchte sogar behaupten, dass Du ein ungeborener Mensch und somit offenbar ein Gott bist!“

8. Sagte Ich: „Lasse du das gut sein; wer ein Fleisch trägt, der hat es aus einem Mutterleibe! Nur das erste Menschenpaar erhielt den Leib aus der Willenshand Gottes, – alle andern Menschen aber aus einem Mutterleibe. Und so ist auch dieser Mein Leib aus einer irdischen Mutter, wenn auch nicht durch einen irdischen Vater auf die gewöhnliche Art gezeugt, sondern allein durch den allmächtigen Willensgeist Gottes, was bei ganz reinen und gottergebenen Menschen sehr wohl möglich ist. Vor alters bei den noch ganz unverdorbenen, einfachen und Gott sehr ergebenen Menschen war das eben nichts Seltenes, und es geschieht solches dann und wann auch noch in diesen Zeiten.

9. Dass solche auf einem rein geistigen Wege gezeugten Menschen denn auch geistiger sind als jene auf dem gewöhnlichen Wege gezeugten, das ist klar; denn Kinder sehr starker und völlig gesunder Eltern werden auch stark und gesund, – Kinder schwacher und kranker Eltern werden gewöhnlich auch schwach und kränklich. Ich als Mensch, wie Ich nun vor euch dastehe, bin kein Gott, wohl aber ein Gottessohn, was eigentlich ein jeder Mensch sein soll; denn die Menschen dieser Erde sind berufen, Kinder Gottes zu werden und zu sein, wenn sie nach dem erkannten Willen Gottes leben.

10. Einer von ihnen aber ist von Gott aus und von Ewigkeit her bestimmt, der Erste zu sein, das Leben in Sich zu haben und es jedermann zu geben, der an Ihn glaubt und nach Seiner Lehre lebt. Und dieser Erste bin Ich!

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