Nahrungsmittelspekulationen und Implikationen
817 views · Published 10 January 2012 · 7:32 · Indexed 1 October 2026
Channel: joggler66 · 2012 · Nonprofits & Activism
Bitte die Beschreibung lesen. Der Film zeigt, wie mit Nahrungsmitteln spekuliert wird. Dies geschieht vor allem an sogenannten Terminbörsen, die besonders groß in den USA sind und in Europa gerade wachsen. Auch wenn diese Börsen einen gewissen Nutzen für die Landwirtschaft haben können, bergen sie viele Gefahren. Vor allem durch die immer stärkere Beteiligung von Finanzspekulanten wie Banken und Fonds werden die Nahrungsmittelpreise immer mehr zum Spielball von Spekulation und Renditemaximierung. Sogar viele WissenschaftlerInnen und AnalystInnen meinen inzwischen, dass die Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise unter anderem in der schlimmen Krise um 2008 durch Spekulation stark in die Höhe getrieben wurden (siehe Liste). Auch jetzt sind viele Nahrungsmittelpreise wieder stark gestiegen, während die Finanzinvestitionen in Rohstoffe neue Rekordwerte erreicht haben. Finanzspekulation ist damit mitverantwortlich für Millionen zusätzliche Hungernde. Weitere Informationen finden Sie auch in dieser Präsentation. Was geschehen muss Damit Spekulanten nicht auf Kosten der Armen und Hungerenden Gewinne machen können, braucht es eine starke Regulierung der Rohstoffmärkte. Das umfasst vor allem: • Handel auf Börsen oder über Clearingstellen, soweit möglich • Für außerbörslichen (OTC) Handel hohe Sicherheitsleistungen • Berichtspflicht mit öffentlichen Berichten • Preisaufsicht und Preislimits • Verhinderung exzessiver Spekulation und Positionslimits • Verbot für Handel von Publikumsfonds und institutionellen Fonds sowie für Eigenhandel • Kontrolle der Spekulation der multinationalen Agrarkonzerne • Transaktionssteuer auf Rohstoffterminhandel Die politische Debatte In der G20 hat der französische Präsident Sarkozy Nahrungsmittelspekulation zu einem der Schwerpunkte gemacht. Die G20-Finanzminister wollen bis zum Gipfel in Cannes im November 2011 über Maßnahmen entscheiden - aber ob sie handeln werden, ist ungewiss. In der EU wird die Reform der Richtlinie für Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) eine wichtige Rolle spielen. Im Juli 2011 hat WEED mit 13 anderen Organisationen einen Brief an Binnenmarktkommissar Barnier geschrieben. Darin wird gefordert, dass Spekulation mit Nahrungsmitteln durch in der MiFID angegangen wird. Auch zur neuen EU-Verordnung zu Derivaten waren WEED und andere auf europäischer Ebene aktiv, unter anderem mit einer Email-Aktion. In Deutschland hat sich Landwirtschaftministerin Aigner wiederholt kritisch geäußert, aber die Haltung der deutschen Regierung bleibt vage. Spekulation mit agrarischen Rohstoffen war im Juni 2011 Thema einer Anhörung im Bundestag, zu der WEED als Sachverständiger geladen war Was Sie auch sicher sehen sollten: Schluss mit der Nahrungsmittel-Spekulation! http://www.youtube.com/watch?v=6VLsTfU7WcQ Artikel vom 21.01.2012: Die Deutsche Bank -- weltweit führend im Rohstoffgeschäft http://www.oxfam.de/factsheet-deutsche-bank Verspekuliert http://www.youtube.com/watch?v=CJ_AHrkmOBs&feature=em-uploademail Brunnen und mehr info: http://www.weed-online.org/index.html
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