Geistige Würde des Menschen... Der Schöpfer erklärt ❤️ Lebensgeheimnisse durch Gottfried Mayerhofer

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14. Lebensgeheimnis... Würde des Menschen
Von Jesus Christus offenbart durch Gottfried Mayerhofer

Lebensgeheimnisse Kapitel 14
22. Oktober 1872

So spricht der Herr...

1. Nun, über diesen Gegenstand was eigentlich "des Menschen Würde" heisst oder bedeuten soll, da herrschen ebenso viele Ansichten, als es gebildete oder erzogene Menschen gibt; denn die wilden Völker und die rohen verwahrlosten Menschen haben ja so keine Idee, was der Name Mensch bedeuten soll, und wie sie sich dessen würdig machen könnten.

2. Nur wo der Mensch sittlich, moralisch erzogen und gebildet ist, nur da kann man annehmen, dass eine Idee von der eigentlichen Würde des Menschen zu finden sei, welche jedoch eben wieder gemäss der Erziehung, des Lebensberufes, verschieden sein muss.

3. Alle diese gangbaren und vorherrschenden Ideen über den Begriff "Würde des Menschen" aber sind nicht der Grund, warum Ich dieses Wort erklären will und warum euch sagen, in was denn eigentlich die Würde des Menschen besteht, sondern Ich will euch nur dazu verhelfen, eben Meine Lehre mit dem praktischen Leben zu verbinden, und so auf diese Art würdig zu werden, als ein Wesen zwischen zwei Welten gestellt, geistig und seelisch zugleich dem grossen Schöpfungs-Gedanken eures himmlischen Vaters zu entsprechen; denn auch ihr habt, obwohl schon vieles von Mir empfangen, doch noch nicht die rechte Idee, was eigentlich "Würde des Menschen" heissen will, da ihr eben nur zu sehr an andern seht, wie sie diesen Titel für sich wohl beanspruchen, aber auch gemäss ihren Begierden und Leidenschaften ihn zu wenden und zu erklären suchen, um nach ihren Begierden ein jeder in seiner Art ein würdiger Mensch zu sein!

4. Um nun die Würde des Menschen besser zu begreifen und das Folgende leichter zu fassen, so wollen wir wieder mit dem Begriff des Wortes beginnen, es aus der Wurzel seines Entstehens herleiten und sodann den eigentlichen Begriff und Wert desselben feststellen, wie es bei euch Gebrauch sein sollte, und wie Ich es Mir vorstelle.

5. Sehet, das Wort "Würde" kommt von "Werden" her, und das Wort "Werden" ist eigentlich ein Wort aus dem Schöpfungsgedanken, welcher als Grundlage Meines Wesens der ganzen sichtbaren Welt gegeben wurde; denn ohne das "Werden" wäre keine Sonne, kein Planet, kein grosses Welten-, kein grosses Geisterreich, da Ich nur durch den Ausspruch "Es werde!" die ganze Unendlichkeit belebte, belebte zur Seligkeit der erschaffenen Wesen, und zur Seligkeit Meines eigenen Ich, das die personifizierte Liebe ist, welcher Ausdruck "Liebe" aber nur heissen will - alles für andere tun und schaffen, und an dem Verstehen und Vervollkommnen anderer seine eigene Seligkeit, seine eigene Wonne finden.

6. Mit dem Ausspruch "Es werde!" war aber auch das Gesetz und der Weg gegeben, was ein jedes Geistes oder Seelenprodukt sein soll, oder zu welchem Grade der Vervollkommnung es bestimmt war, wo natürlich die in die materielle Welt gebundenen, gefesteten Geister einen andern Weg zu gehen hatten, als die freigestellten sich selbst bewussten Geisterheere Meiner unendlichen Geisterwelt.

7. Nun, mit dem "Werde" entstand natürlich auch die Frage, ob besonders die freigestellten, sich selbst überlassenen Geister auch das geworden sind, was sie werden sollten, das heisst, ob sie wurden, was Ich mit ihnen bezweckte.

8. Durch das Wort "Wurde" entstand ein Zustand, welcher, wenn er Meinen Absichten entsprach, dem Titel "Würde" oder "würdig" entsprach, ebenso wie bei euch auf der Welt ihr demjenigen eine "Würde" verleihet, oder ihn "würdig" heisset welcher diese Stellung oder durch seine Eigenschaften als geistiger Mensch das Prädikat "würdig" verdient hatte.

9. Was also ihr als Würde bezeichnet, drückt eigentlich aus, dass dieser Mensch, der eine Würde bekleidet oder würdig genannt zu werden verdient, jene Eigenschaften innehat, welche den Menschen als geistiges Wesen adeln - ihn zu etwas Besserem stempeln sollten, als was die übrige Anzahl seiner Mitbrüder erreichen konnte!

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